Consulting
Wenn noch nicht klar ist, was eigentlich das Problem ist
Viele schwierige Situationen beginnen nicht mit einer klaren Frage.
Technologie, Organisation, Interessen, bestehende Entscheidungen und menschliche Beziehungen greifen ineinander. Unterschiedliche Beteiligte sehen unterschiedliche Probleme. Erklärungen widersprechen sich. Gleichzeitig wächst der Druck, etwas zu entscheiden.
In solchen Situationen helfe ich dabei, Klarheit und Struktur zu gewinnen.
Nicht, indem ich möglichst schnell eine Lösung anbiete. Sondern indem wir zunächst herausarbeiten, was tatsächlich beobachtbar ist, welche unterschiedlichen Modelle die Situation erklären können, wo Annahmen und Interessen miteinander vermischt werden und welche Entscheidungen überhaupt anstehen.
Das Ziel ist nicht vollständige Gewissheit.
Das Ziel ist eine Orientierung, auf deren Grundlage wieder sinnvoll entschieden und gehandelt werden kann.
Wobei ich helfen kann
Sie müssen noch nicht wissen, ob Ihr Problem ein technisches, organisatorisches oder menschliches ist.
Und Sie müssen insbesondere noch nicht wissen, ob es überhaupt ein KI-Problem ist.
Typische Ausgangspunkte können sein:
- Eine wichtige Entscheidung steht an, aber die Situation ist widersprüchlich oder unübersichtlich.
- Ein technisches Vorhaben ist zugleich zu einer organisatorischen Frage geworden.
- KI verändert Prozesse, Rollen oder Entscheidungswege, ohne dass schon klar ist, welche Konsequenzen daraus entstehen.
- Mehrere Beteiligte arbeiten mit unterschiedlichen Vorstellungen davon, worin das eigentliche Problem besteht.
- Ein Projekt steckt fest, obwohl für jede einzelne Position gute Gründe vorgebracht werden können.
- Eine Organisation spürt Veränderungsdruck, aber eine vorschnelle Strategie würde mehr behaupten, als gegenwärtig bekannt ist.
Ich kann in solchen Situationen als unabhängiger Gesprächspartner, Analyst und technischer Sparringspartner arbeiten.
Manchmal reicht ein einzelnes Gespräch. Manchmal entsteht daraus eine strukturierte Analyse oder eine Begleitung über einen längeren Zeitraum.
Wie ich arbeite
Ich versuche, Beobachtung und Interpretation zunächst auseinanderzuhalten.
Welche Fakten kennen wir? Welche Annahmen behandeln wir bereits wie Fakten? Welche unterschiedlichen Modelle erklären dieselben Beobachtungen? Wo widersprechen sie sich? Was wissen wir noch nicht?
Dabei müssen Widersprüche nicht sofort aufgelöst werden.
Oft entsteht gerade dadurch neue Orientierung, dass mehrere plausible Erklärungen eine Zeit lang nebeneinander stehen dürfen.
Erst danach wird die Frage interessant, welche Entscheidung unter den gegebenen Bedingungen sinnvoll ist – und was sich beobachten lassen müsste, um diese Entscheidung später erneut zu überprüfen.
Diese Arbeitsweise ist weder an eine bestimmte Methode noch an eine bestimmte Technologie gebunden.
Mein Hintergrund in Informatik, Software- und Produktentwicklung sowie in der Gestaltung komplexer technischer und organisatorischer Systeme ermöglicht mir dabei, technische und organisatorische Fragen gemeinsam zu betrachten, statt sie künstlich voneinander zu trennen.
KI und komplexe Systeme
Künstliche Intelligenz verschärft viele dieser Fragen.
Sie verändert nicht nur einzelne Werkzeuge. Sie verändert, welche Aufgaben automatisierbar werden, wie Wissen verfügbar wird, welche Rollen Menschen und technische Systeme übernehmen und unter welchen Bedingungen Entscheidungen entstehen.
Deshalb halte ich wenig davon, jede dieser Fragen vorschnell zu einem „KI-Projekt“ zu machen.
Manchmal ist KI ein wesentlicher Teil der Lösung.
Manchmal macht sie lediglich ein bereits vorhandenes organisatorisches Problem deutlicher.
Und manchmal ist die wichtigste Erkenntnis, dass die entscheidende Frage an einer ganz anderen Stelle liegt.
Ich arbeite selbst intensiv mit heutigen KI-Systemen und persönlichen Agenten. Dadurch kann ich ihre Möglichkeiten praktisch einbeziehen, ohne sie zum Ausgangspunkt jeder Problemstellung machen zu müssen.
Was am Ende entstehen kann
Das Ergebnis meiner Arbeit ist nicht zwangsläufig ein Konzept, eine Präsentation oder ein neues Projekt.
Es kann eine geklärte Entscheidung sein.
Eine präzisere Beschreibung des Problems.
Eine Landkarte unterschiedlicher Positionen und Annahmen.
Ein technisches oder organisatorisches Modell.
Ein konkreter nächster Schritt.
Oder auch die begründete Entscheidung, etwas vorerst nicht zu tun.
Entscheidend ist für mich, dass nach der Zusammenarbeit mehr Orientierung vorhanden ist als vorher – und dass nachvollziehbar bleibt, worauf sie beruht.
Ein möglicher Anfang
Wenn Sie eine Situation haben, bei der Sie das Gefühl haben, dass die üblichen Antworten zu früh kommen, können wir mit einem Gespräch beginnen.
Sie müssen dafür weder ein fertiges Briefing noch eine genaue Vorstellung davon haben, welche Art von Beratung Sie benötigen.